Mein Zeugs

Wollte eigentlich schon seit Wochen einiges posten, kam nur nie dazu. Naja, hier immerhin meine Abibuchseite, wenn auch vielleicht noch nicht in finaler Version.

Wollte eigentlich schon seit Wochen einiges posten, kam nur nie dazu. Naja, hier immerhin meine Abibuchseite, wenn auch vielleicht noch nicht in finaler Version.
Die letzten Tage war ich im Benedektiner-Kloster Nütschau. Dem andauernden Beten und Arbeiten versucht man natürlich schon bald zu entkommen.
Zuerst sah es so aus, als wäre es etwas kompliziert da wegzukommen.

Durch den Wald gelang Ron und mir dann aber doch irgendwie die Flucht in die nahe gelegene Siedlung St. Wolkenwehe. Unterwegs begegneten wir einem Elektrohäuschen mit cooler Tür:

Sehr interessant war auch, wie man in diesem Örtchen offenbar mit Computerproblemen umzugehen pflegt: Einfach alles weglöschen! Dass da noch kein anderer EDVler drauf gekommen ist…

Und während man bei uns ja stets meint, Kinder sollten Baustellen fern bleiben, erklärt man sie hier einfach zur Abenteuerspielstraße…

Nachdem wir den Aldi des Ortes gefunden und etwas Bier gekauft hatten, sind wir dann doch lieber zurück ins Kloster – ohne komische Hochspannungskästen, kranke EDV-„Profis“ und fragwürdige Spielplätze. Dort stand dann wieder zerstückelte Bäume zum Heizen einlagern an.

Melde mich dann mal ab ins Kloster.

Es ist vollbracht!
In den letzten Monaten hat mir die besondere Lernleistung einiges Kopfzerbrechen bereitet. Was mich so störte, möchte ich hier kurz schildern. Für diejenigen, die noch nicht das vergnügen hatten: Die besondere Lernleistung, kurz: BLL, ist ein Teil des Abiturs. Als fünfte Prüfungskomponente hat man die Wahl zwischen einer Präsentationsprüfung und einer besonderen Lernleistung, die ein Wettbewerbserfolg oder eine zwanzig seitige wissenschaftliche Arbeit sein kann. Von irgendwas geritten, entschied ich mich zu eben dieser schriftlichen Arbeit. Fand sie irgendwie interessanter und anspruchsvoller als eine winzige Präsentation.
Und das habe ich jetzt davon, ich sitze wochenlang an einer Arbeit, die in vielerlei Hinsicht ausgezeichnet dazu geeignet ist, einen anzukotzen. Nein, ich beschwere mich hier nicht darüber, dass ich effektiv weniger Zeit habe als die Präsentationsprüflinge oder dass ich viel mehr zu machen habe als diese. Das hatte ich erwartet. Irgendwie auch keine Überraschung war, dass die Unterstützung und Beratung durch die Lehrerschaft sich beschränkte auf: „Machen Sie sich und uns die Arbeit besser nicht! Wenn Sie unbedingt wollen, im Internet finden Sie die Anforderungen.“ Ich bin es gewohnt unter Zeitdruck zu arbeiten und ich bin es gewohnt, mir Wissen und Bearbeitungswege selbst zu erschließen.
Dennoch spüre ich mich scheitern an der BLL. Nicht aus Unfähigkeit meinerseits, sondern aus einer simplen Paradoxie auf der Aufgabenseite heraus: Ich soll Fähigkeiten zu wissenschaftlicher Arbeit nachweisen. Zu schade nur, dass sowohl ich als auch der prüfende Lehrer keine Wissenschaftler sind. Ich kann nicht in einem wissenschaftlichen Stil schreiben, denn ich schreibe für einen Laien, der die verwendeten Wörter noch nie gehört hat und sie nicht wie ein Wissenschaftler zu seinem Wortschatz zählt. Ferner bin ich selbst ebenfalls ein Laie, denn nirgends wurde ich in wissenschaftliche Arbeitsweisen eingeführt. Ich habe nicht nur eine inhaltlich und thematisch umfangreichere Arbeit, zu der viel Recherche zu betreiben ist, ich darf nebenbei noch erlernen, wie wissenschaftliche Publikationen auszusehen haben. Wobei dieses Wissen wiederum wertlos ist, weil es eben nur wie ein wissenschaftlicher Text aussehen darf, trotzdem für Laien nachvollziehbar bleiben muss, ohne aber zu flach und undurchdacht zu wirken. Hallo, geht’s noch? Wie soll ich in meinem Abitur nebenbei schaffen, woran Generationen von Akademikern gescheitert sind? … Naja, ich mach das jetzt trotzdem mal fertig, denke ich. Wir sehen uns dann am 14.12. (Abgabetermin), wenn ich wieder aus meiner Höhle krauche.
Muaha, ich bin seit heute 19, uralt irgendwie schon. Naja, wird schon alles irgendwann vorbei gehen, hofft man ja.
An den Tagen rund um den 3. Oktober wird es wieder einmal Zeit, bei jeder Gelegenheit über die Grausamkeiten des DDR-Regimes an der deutsch-deutschen Grenze während des Kalten Krieges zu sprechen. Auch wenn man noch streitet, ob es 86 oder über 200 Maueropfer waren, einig ist man sich, dass es absolut falsch war, Menschen zu erschießen, die die Front des Kalten Krieges überqueren wollten. Menschen aus wirtschaftlichen und politischen Erwägungen an einer Grenze sterben zu lassen, das darf es nie mehr wieder geben! Darum ist es wichtig, sich mit der Geschichte zu beschäftigen, kein Vergessen!
Im Jahr 2006 starben schätzungsweise 6000 Afrikaner und Asiaten beim Versuch, über die Kanareninseln in die EU zu gelangen. Sie flüchten aus ihren Heimatländern vor Hunger und Aids, Krieg und Diktatur. Aus Angst, schon auf dem Weg, noch bevor sie Asyl beantragen können, von europäischen Grenzschützern abgefangen und zurückgeschickt zu werden, legen die Flüchtlinge immer längere und gefährlichere Routen zurück, teilweise bis zu 3000 Kilometer in klapprigen Booten. Für diese Reise zahlen die Verzweifelten mehrere Jahreseinkommen an die Menschenhändler. Sie hoffen, ihre Schulden dann eines Tages abbezahlen zu können, wenn sie im EU-Eldorado leben. Zurückkehren dürfen sie mit diesen Schulden im Nacken natürlich nicht. Darum versuchen sie ihr Glück solange, bis sie es schaffen oder sterben.
Die Spanier und auch die restlichen Europäer zeigen sich wenig an einer wirklichen Lösung des Flüchtlingsproblems interessiert. Man erwägt, wie die Migranten am geschicktesten auszusperren sind, und zieht die Mauern der Festung Europa noch ein wenig höher. Doch nicht weil es zu leicht wäre, setzen diese Menschen ihr Leben aufs Spiel. Sie wollen Armut, Hunger und Krieg entfliehen, ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, ein neues Leben bei uns beginnen. Sie begeben sich auf einen Weg ohne Zurück.
Wir Europäer unsererseits mit unserer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung haben nichts besseres zu tun, als diese Menschen abzuweisen, weil wir nicht unseren Reichtum mit ihnen teilen wollen. …Wir können nur hoffen, dass uns die Geschichtsschreiber gnädiger sein werden, als wir es der DDR sind.
So oder so ähnlich erschienen in der Schülerzeitung
Grml, ich hasse Matrixrechnung! Wieso musste ich mir ein Hobby suchen, bei dem man mit Matritzen arbeitet? Hmpf. Aber nach ein bisschen Krieg (wie üblich), ist das dumme Ding jetzt endlich ausmultipliziert. Bei meinem Versuch, einen Vektor in eine absolut zufällige Richtung zu erstellen, bin ich dennoch gescheitert. Ach, wen interessiert’s?


Heute erschien endlich mal wieder eine neue Sinnflut. Das Backcover ist sogar recht aktuell, finde ich.