Von Schreibkunst und Menschenverstand

Boaha, verbiete doch endlich mal jemand diese Junge Freiheit! Ich las gerade mal wieder ein wenig auf deren Internetseite – man möchte ja wissen, was der rechte Rand der Zeitungslandschaft so treibt. Und es ist wirklich beängstigend, was die Nationalen dem Deutschen antun ;).

Daß seine Empörung dabei nicht einer gewissen Doppelmoral entbehrte – schließlich verfügt die Linke selbst über einige Spitzenfunktionäre, die früher für das eine oder andere vom Verfassungsschutz beobachtete Blatt tätig waren –, schien Ramelow allerdings nicht zu stören.
„Von Scharnieren und Grauzonen“ von Felix Krautkrämer in der Jungen Freiheit vom 28.04.2008

Ein ewiger Einschub mit eigenem Monster-Relativsatz inklusive Partizip, dazu ne doppelte Verneinung plus ein Haufen Relativierungen! Wer soll das lesen? Ich musste diesen Non-Sense-Satz tatsächlich dreimal angehen! Ja, auch ich habe zuweilen schwer lesbare Sätze im Sortiment. Doch erreiche ich nur selten diese Dimension der Mutwilligkeit. Mannmannmann. Zeitungen mit solchen Sätzen gehören verboten!

Thema des Artikels war übrigens Peter Krause. Seit der ehemalige Junge Freiheit-Redakteur Kultusminister in Thüringen werden soll, wird viel über ihn und über die Zeitung diskutiert. Ob das heute wirklich relevant ist, sei dahin gestellt: Wieso interessieren sich immer alle so sehr dafür, was X vor zehn Jahren für ein paar Monate gemacht hat? Krause war nur 1998 Redakteur bei der Jungen Freiheit. Er scheint also gemerkt zu haben, dass dieses Blatt ein paar Meter zu weit rechts vom gesunden Menschenverstand steht. Spricht doch für ihn. Was man dem Herrn meines Erachtens tatsächlich negativ anrechnen kann, ist allerdings seine aktuelle Mitgliedschaft in dieser Partei, die in vielen Fragen ebenfalls den Kontakt zum gesunden Menschenverstand verloren hat: Krause ist Mitglied in der CDU.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.